Bremen ist eine 8-Minuten-Stadt

„Bin gleich da!“ Bremen ist eine Stadt der kurzen Wege. Das belegt nun auch eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). 

Wer in Bremen lebt, kennt es aus dem Alltag: Vieles liegt nah beieinander. Mal eben zum Supermarkt gehen, auf dem Rückweg ein Rezept in der Apotheke einlösen, zu Fuß zur Kita oder zur Arbeit. Genau das macht die Stadt stark: Die Wege sind kurz, die Alltagsziele gut erreichbar, obendrein sind Bus- und Straßenbahnnetz hervorragend ausgebaut. Sogar zum stadtnahen Flughafen fahren manche Menschen mit dem Fahrrad! 

Mit dem Blick auf eine aktuelle Forschung lässt sich dieser Eindruck sogar wissenschaftlich belegen. Denn eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat aktuell gezeigt, wie gut Städte und Gemeinden in Deutschland mit den typischen Alltagsangeboten ausgestattet sind und wie weit die Menschen im Durchschnitt gehen oder fahren müssen, um sie zu erreichen. Die Untersuchung zeigt: In Deutschland sind kurze Wege deutlich weiterverbreitet, als lange Zeit angenommen wurde. Das trifft auch auf Bremen zu.

Die 7,9-Minuten-Stadt

Die Hansestadt ist insgesamt eine sogenannte „7,9-Minuten-Stadt“.: Im Durchschnitt benötigen Bremerinnen und Bremer also keine acht Minuten, um zentrale Alltagsziele zu erreichen, egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. 

Damit liegt Bremen klar unter dem bundesweiten Durchschnitt von 14,6 Minuten und weit von den langen Wegen vieler Landgemeinden entfernt, wo im Schnitt über 30 Minuten benötigt werden. 

Einige Bremer Stadtteile fallen besonders positiv durch kurze Wege auf: die Östliche Vorstadt, die Neustadt und das Zentrum (Mitte). Dort bewegen sich viele Wege sogar im Bereich von fünf bis sechs Minuten. Die kompakte Struktur, die Mischung der Nutzungen und eine hohe Dichte an Angeboten spielen hier zusammen.